Auf vielfachen Wunsch: Ode an die Lebensfreude

Ode an die Lebensfreude

 

Ich rede nicht gern, besonders nicht vor vielen Leuten.

Ich glaub‘ nur selten daran, dass meine Worte was bedeuten,

denn sie sind wütend und schwer,

und zeichnen zynisch-blutleer ein Weltbild,

das im Pförtnerhäuschen nach Mordor hängen könnte.

 

Ich fühl‘ mich unwohl unter Menschen, denn ich bin introvertiert.

Ich bin die, die in Gesprächen dein Intro kopiert,

weil ich gar nicht weiß, wie das geht:

„einfach mal was zu erzählen“.

 

Ich bin bedeutungsschwanger im 336. Monat,

ich weiß, das sieht man mir kaum an,

aber manchmal könnt ich kotzen und dann ist da noch der Drang,

alles in mich reinzufressen bis zum nächsten Gefühlsausbruch.

 

Ich bin zwiegespalten, damit ich mich nicht einsam fühl‘.

Ich will die Welt anhalten, denn der Fahrtwind ist zu kühl

und außerdem wird mir bei dem Tempo schwindlig.

 

Ich bin nicht mega „weiblich“, Eier hab ich trotzdem keine.

In Geschlechterrrollenspielen verliere ich schon seit ’ner Weile

die Nerven, weil ich die Regeln nicht verstehe.

 

Ich bin Af-depremiert, weil dieser Hass mein Herz beschwert.

Ich bin IS-iritiert, weil dieser Hass mir nicht erklärt,

was Gott eigentlich mit den ganzen abgehackten Köpfen vorhat.

 

Ich male schwarz, das passt halt einfach immer.

Und dann schreibe ich Texte drüber, streue Salz auf meinen Finger,

und leg ihn in die Wunde!

Denn doppelt hält besser und man sagt ja auch, dass es erst schlimmer werden muss,

bevor es besser wir und überhaupt: irgendjemand muss es ja machen, den wer nicht kämpft hat schon verloren.

 

Das klingt doch frustrierend.

 

Und ich weiß nicht, ob das richtig ist. Es fühlt sich gerade nicht so an.

Wenn die Welt an uns zerbricht, kommt’s doch gerade drauf an ,

mit dem Finger auf das Gute zu zeigen, statt auf das Schlechte,

das man sowieso nur dann übersehen kann, wenn man eh nicht hingucken will.

 

Sogar ein Mensch wie ich lacht!

Ich weiß, es ist schwer zu glauben.

Aber vielleicht wär’s langsam an der Zeit, dass wir uns mal erlauben,

zuerst über die guten Dinge zu sprechen.

Über Sex über Schokolade.

Über nächtelange Wortspiele und Sex und Schokolade.

Über 80jährige Pärchen, die immer noch Händchen halten,

über Gott und die Welt und Essen bei Mutti und Flieger aus Eintrittskarten falten.

Über Freunde und die, die es vielleicht mal werden.

Über Arbeit, die nicht nur da ist damit wir uns nicht langweilen, bis wir sterben.

Über die Farbe Blau, weil sie hübsch ist, genau wie alle andern Farben.

Über Musik die so gewaltig ist, dass wir sie kaum ertragen.

Über innere Kinder und äußeren Frieden, über offene Herzen und Ängste besiegen.

Und über Liebe, an der man sich besäuft,

und diesen einen Tag, an dem einfach alles läuft.

 

An so einem Tag klappt der Augenaufschlag beim ersten Versuch.

Im Radio läuft ausnahmsweise Musik die ich mag,

das Fenster lässt von allein den Vorhang fallen,

und ein Sonnenstrahl pinkelt seinen Namen in den Tag.

 

Ich bin die Herzkönigin, einfach, weil ich eins habe.

Ich trage eine Baumkrone und verfüge, dass man Wurzeln nicht mehr schlage,

weil’s weh tut… und weil es noch so viel zu sehen gibt,

wohin ich alle, die gern mitwollen, in meinem Herzen trage.

 

Ich verprasse mein gesammtes Durchhaltevermögen,

denn ich will mit dem Leben spielen.

Mit Veilchen und Bogen auf Wutbürger schießen,

und mit Aufmerksamkeit auf Kinder zielen.

 

Und wenn ich dann schlafen gehe, dann ist da nichts Böses.

Keine Kleingeister die mich im Traum noch plagen.

Kein Trump unterm Bett, keine Petry im Schrank,

nur Leichtigkeit und Sex und Schokoladen. Plural.

 

Und ich wage es zu selten, davon zu erzählen,

denn das scheint mir alles so irrelevant,

zu unwichtig, um eure Zeit zu verschwenden,

gegen jeden gesunden Menschenverstand.

 

Wen interessiert schon, was den andern glücklich macht?

Was bedeutet die kleinen, frohen Minuten,

in einer Welt, in der mit Pech vielleicht über Nacht,

nicht nur Herzen sondern Menschen bluten?

 

Sie bedeuten alles! Weil sie uns Hoffnung geben.

Und wenn ich sonst auch nicht viel sage, aber davon will ich reden!

Ich will wissen, was euch Spaß macht, wann’s euch gut geht, was euch freut,

wen ihr mögt und was ihr liebt und was ihr nie im Leben bereut.

Ich will euch zuhören, wenn ihr träumt und dabei sein, wenn ihr’s macht,

denn nichts könnte mich mehr befreien, als jemand der laut lacht!

 

Und dann, dann können wir auch wieder kämpfen.

Bitterernste Schlachten schlagen, düster in die Zukunft blicken,

und auch die schwersten Lasten tragen.

 

Denn wir haben doch was zu verlieren – in jeder erdenklichen Weise.

Wenn das Gute nichts mehr wert ist, dann gewinnt die Scheiße.

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Schande über mich…

Ja, ich gebe zu, drei Monate sind irgendwie nicht so richtig zu entschuldigen.
Zumindest nicht mit:

“ Ich war mal eben…ähm…Zigaretten holen.“

Stimmt auch nicht. Ich war…ähm…unter der Dusche. Aber nur zwei Monate und dann war ich so schrumpelig, dass ich nicht tippen konnt. So, da guckste!

Alles Quatsch übrigens. Ich war weder zu faul noch zu einfallslos, sonder ich hatte nur schlicht und ergreifend alle Hände voll mit dem zu tun, was eine gute BWL-Studentin nun mal so macht. Unternehmen gründen zum Beispiel.

Tadaaaaa, bumm tsssss:
MikroLiteratur Networking heißt das schnittige Teil und wenn mir das Finanzamt nicht gesagt hätte, dass man das ganze Agentur nennt, hätte ich es wohl als Bühnenliteratur-Künstler-Ghostwriting-Texter-Kreativ-Veranstaltungs-Geschenk-Hybrid bezeichnet.

Warum das nicht ging…? Ein wenig eitel waren die Ämter ja schon immer mit ihren Begrifflichkeiten.
Also schaut lieber selbst vorbei:

MikroLiteratur Networking

Coole Sache, sag ich euch.

Nun kann ich aber so langsam wieder an Anderes denken, als an Meta-Tags und den schmalen Grad zwischen Wirtschaft und (Text-)Kunst und dann gibt es auch wieder regelmäßig wirre Artikel mit creepy Titelbildern zu bewundern – wie ein unbemannter Autounfall.

Eins noch, bevor ich mich zu Kreuze kriechend verabschiede. Die Poetry Slam Saison startet alljährlich mit einen bombastischen Knall. Deutschsprachige Meisterschaften im Poetry Slam sind angesagt, Dudes und Dudettes…ähm…Dudinen? Wie auch immer, Mädels. Dieses Jahr geht es in Dresden vom 28.10.-1.11. rund. Die Besten der Besten sind qualifiziert und einer wird am Ende der Allerbeste. Logisch, oder? Bevor einer fragt: Nein, ich bin nicht dabei. Und nein, das ist auch nicht schlimm. So habe ich viel mehr Zeit, um die bereits ausgelosten Vorrunden in süße Playlist zu verschnüren für die, die keine Tickets mehr bekommen haben (wollen).

Vorrunde 1:

Weiter gehts damit morgen.

Liebe Blog-Leser, ich mag euch sehr dafür, dass ihr ein geduldiges Völkchen seid.

Bis zum nächsten Mal, badumm tsss.

Das Leben mit Depressionen – ein Gastbeitrag

Ich schreibe ja glücklicherweise nicht nur über Paniermehl und Karotten, sondern gelegentlich auch über ernstere Dinge. So nun auch als Gastautorin im Blog meines Lebenspartners. Das spielt deshalb eine Rolle, da dieses Blog einen Einblick in das Leben eines Menschen mit Depressionen gewährt und ich als Teil dieses Lebens nicht selten mit Dingen konfrontiert bin, die man auch mit Paniermehl nicht verstecken kann. Trotzdem finde ich die Arbeit, die er in dieses Projekt steckt und den Aufruf, den er damit suggeriert, äußerst wichtig und wollte gerne einen Beitrag leisten. Nach vielen Gedanken und Konfrontation mit mir selbst und dem Grad meiner Liebe gibt’s das Ergebnis nun auf dasgegenteilvontraurig zu lesen. Warum es mir vielleicht leichter möglich ist, die eine oder andere Untiefe des Lebens mit mehr Leichtigkeit zu überstehen und zu verstehen, erklärt ein bisschen dieser Text.

Das Mädchen auf der Schaukel

Das Mädchen auf der Schaukel singt:

Ein Männlein steht im Walde ganz still und stumm.

Es starrt einfach in’s Leere und grinst sehr dumm.

Sag, was warf das Männlein ein, dass muss ja was ganz Hartes sein.

Ist platt und weiß beinah wie seinen eigener Totenschein.

Ich bin dieses Männlein.

Kann mich dunkel dran erinnern, mal ein Mann gewesen zu sein.

Ich hieß Johannes, oder vielleicht auch Thomas

und hatte eigentlich nie Lust auf sowas,

aber die pure Existenz chemischer Substanzen

und einiger psychedelisch wirkendere Pflanzen

rechtfertig auch die Existenz meiner Lust mich aufzulehnen

gegen den tiefen Frust,

den Nichtkonsum in einem Menschen weckt,

der mit der Nase im Koks und der Nadel im Arm bezweckt,

Freunde zu finden.

Ich bin dieses Männlein.

Kann mich schwach daran erinnern, mal ein Mensch gewesen zu sein

und sehe den Wald vor lauter Bäumen nicht.

Nicht mal beide Beine tragen mein Gewicht,

geschweige denn Eines,

auf dem ich durch mein Leben stolper.

Auf der Flucht vor dem gierigen Verfolger namens Drogentod.

Und  mit süchtigen Fingern  strapaziere ich das Lot

zwischen leben und sterben bis zum zerreißen.

Ich war dieses Männlein.

Konnte mich erinnern, mal Schüler gewesen zu sein

und später nur noch einsam

ohne Aussicht auf etwas, das heilsam gewesen wäre.

Konnte mich erinnern mal Sohn gewesen zu sein

und später nur noch Ausschuss, Kollateralschaden und allein.

Konnte mich erinnern, dass ich mich mal erinnern wollte,

falls etwas anderes als ich die Oberhand gewinnen sollte

und erinnere mich an Wärme…

die so weit ab vom goldnen Schuss ist,

dass ich fast sicher bin, das man mich vielleicht nicht vergisst.

Ich war dieses Männlein

und jetzt schreibst du meinen Namen auf einen Grabstein.

Kannst dich erinnern, mal Freundin gewesen zu sein

von ganzem Herzen und nicht nur zum Schein

weil meine Tüte immer rumging

und jeder Idiot bei mir rumhing,

sondern weil du mich liebtest.

Auch dann noch, als ich platt und weiß wie mein Totenschein ins Leere starrte.

Das Mädchen auf der Schaukel singt:

Dünn, ja dünn, sind alle meine Kleider.

Dünn , ja dünn, ist alles, was ich trag.

Darum lieb ich alles was so dünn ist,

weil mein Schatz nur dünne Frauen mag.

Ich bin dieses Frau

ohne Kraft zum stehen.

Die Hände ganz rau vom Kotzen gehen

und gegen Wände schlagen um den Hunger zu vertreiben

nur um nicht zu versagen

und in der Form zu bleiben.

„Nichts schmeckt so gut, wie sich Hunger anfühlt“,

steht unter meinem Herzen auf die Rippen tätowier.

Hab mich bemüht, dass mein Körper auskühlt

und mich dann nackt vorm Spiegel fotografiert,

um zu beweisen, dass ich …stärker als ich selbst sein kann.

Ich bin diese Frau,

die Menschen zu sehr liebt

und sich deshalb nicht den kleinsten Makel vergibt,

weil ich perfekt sein will für die Welt

und alles, was Menschen zusammenhält,

denn mich selbst… kann ich schon lange nicht mehr halten

und zu viel Gewicht liegt mir auf den Lippen

und wird auch nicht weniger durch Coke Zero getränkte Watteklumpen und Kippen,

von denen ich mich ernähre.

Ich war diese Frau.

Für ein tristes Leben viel zu schlau

und ständig auf der Suche nach Abenteuern,

nach ausgereizten Grenzen und Höllenfeuern,

um mich selbst gelegentlich mal zu spüren

und meine Seele nicht nur mit Selbstqual zu berühren.

Ich wollte einfach in Luft übergehen,

zwischen Regentropfen tanzen und trotzdem im Trocknen stehn

und mich einfach übersehen lassen…

um euch dann dafür zu hassen, dass ihr mich nicht gesehen habt.

Ich war diese Frau

und jetzt sind deine Finger ganz blau,

weil du beim weinen zu stark deine Hände verschlingst

und fassungslos um Antworten ringst.

Nach Worten, die du denne, die es wagten, mich zu brechen, entgegenschleudern kannst,

um mich vielleicht irgenwie zu rächen.

Aber du bleibst stumm,

denn bist nun die Frau, die die Welt nicht mehr versteht,

weil sie sich für mich einfach nicht mehr weiterdreht,

weil mein Hunger nach Liebe zu groß und mein Mut zu klein schien

und ich von einer Lebenden zu einer toten Leiche geworden bin.

Weil ich meinen Eltern die Tochter raubte

und dir die Schwester im Herzen

und das einzige was bleibt ist eine verstaubte Gedenktafel

und schwach flackernde Kerzen.

Ich bin das Mädchen auf der Schaukel!

Süchtig nach dem Wind im Haar,

nach dem Kribbeln im Bauch und schönen Träumen

und nach Erinnerung an das, was war.

Ich bin süchtig nach Leben, nach dem Lauf der Dinge,

nach Kinderliedern, die ich lauthals singe,

nach dem Duft von Regen wenn ich in Pfützen springe

und dem Lachen meiner Mutter, wenn ich Blumen mitbringe.

Ich bin süchtig nach Licht,

nach Sonne und Wärme,

nach dem Funkeln, wenn sich ein Strahl in einer Schneeflocke bricht.

Ich bin süchtig nach schlagenden Herzen und funkelnden Augen,

nach Worten, die auch zum zuhören taugen.

Ich bin süchtig nach Liebe sammeln und Liebe schenken

und nach Gedanken, die wir – ausnahmsweise – auch mal gerne denken.

Ich bin süchtig, weil ihr süchig wart

und kein Wort beschreibt, wie sehr ihr mir fehlt.

Ich werde nicht vergessen, wie ihr mich berührt habt

und das ist das eizige,

was für mich noch zählt.

Wenn der Feminismus seine Kinder frisst – Emma über Julia Engelmann

Alice

Manchmal bin ich auch sauer. Da ich meines Wissens keine Zitrone oder ein Drops bin, muss das wohl menschlich sein.  Julia Engelmann hyped sich nach wie vor durch die Medien, der Poetry Slam freut sich geschlossen, die Jubelschreie des Medien mischen sich zusehens mit kritischen Stimmen. Alles normal soweit. Was meine bisherigen Freundinnen der feministischen Zeitschrift „Emma“ da alledings treiben, veranlasst mich dazu, den Drops noch nicht gelutscht sein zu lassen. Meine Damen und Herren, ich präsentiere  – voll Trauer um eine wichtige und provokante Stimme in der deutschen Medienlandschaft – einen völlig schwachsinnigen Artikel:

http://www.emma.de/artikel/baby-mach-einfach-weiter-313385

Ich mische mich ja aus Rücksicht auf das Raum-Zeit-Gefüge nur selten in die Geschicke der deutschen Medien ein, aber da ich auf allen Ebenen, die dieser Artikel so zusammengezimmert hat, wütend bin, schrieb ich im Geiste folgende Mail an die Emma. Danach schrieb ich sie wirklich und schickte sie ab.

„Liebe Emmas,

 warum macht ihr mich nach so vielen Jahren des Glaubens an euer Tun so traurig? Ich bin seit langer Zeit und jungen Jahre Leserin und Beobachterin eurer Arbeit. Ich bin – in eigener Definition – Feministin. Und ich bin Poetry Slammerin. Ich habe Julia Engelmann bisher nicht persönlich getroffen, aber da die Slam-Szene eine sehr Kleine und Familiäre ist, kommt man nicht umhin, detaillierte Diskussionen zu besagtem Video und dem damit verbundenen Hype zu führen. Das ist gelegentlich anstrengend, hat aber wenigstens Hand und Fuß. Was ihr allerdings tut, ist in erster Linie eine völlig zusammenhangslose Behauptung in den Raum zu stellen, die dann auch noch schlecht recherchiert ist. Ich teile eure Meinung – ob nun im Heft abgedruckt oder an anderer Stelle durch die Medien publik geworden – mal mehr, mal weniger, doch immer begründbar. Hier allerdings gibt es nichts zu teilen, da dieser Artikel jedweder Grundlage entbehrt. Man bekommt, wenn man eure Entwicklung verfolgt hat, den Eindruck, dass ihr den Rummel um dieses Video lediglich dafür nutzt, den gängigen Medien „eins reinzuwürgen“. Und damit benutzt ihr Julia ( die in diesem Fall nur zufällig eine Frau ist) mehr, als alle anderen. Es gibt kaum eine Kunst-Szene, die so unvoreingenommen und frei miteinander existiert und so viele kluge Köpfe beherbergt, wie man sie unter Poetry Slammern und Slammerinnen antrifft und es gibt meines Wissens überhaupt keine Szene, die so pingelig darauf achtet, dass das auch so bleibt. Hier gibt es keine Julia/Julian-Konflikte. Warum man den gängigen Medien diesen Konflikt unterstellen sollte, erschließt sich mir nicht. Die Feuilletons der großen Tageszeitungen überkippen Julia vielleicht der Provokation geschuldet mit Häme. Sie verunglimpfen möglicherweise den Inhalt des präsentierten Textes und den Poetry Slam als Veranstaltungsformat an sich. Ihr allerdings überschüttet sie mit Blödsinn und Zweckmäßigkeit. Würde sich eure Empörung am zitierten „stille Wasser sind attraktiv“ festmachen, könnte ich das sogar noch nachvollziehen. Allerdings findet dieses Zitat nur als Randbemerkung Erwähnung. Ich frage also ganz offen: was soll das? Sucht ihr händeringend nach Fixpunkten, um radikal-feministische Ansichten zu streuen, koste es, was es wolle? Da gibt es doch wirklich genug andere, vielleicht zur Zeit unpopulärere, Themen, die dringender für scharfe Kritik geeignet wären, als ein Poetry Slam Text, der uns nichts sagt, außer das wir mal Spaß am Leben haben sollten. Liebe Emmas und bitte, wenn ihr schon nach einem Strohhalm sucht, über den ihr die Jugend und junge Erwachsene wieder an den feministischen Gedanken heranführen könnt, dann betreibt wenigstens ausführliche Recherchen und unterstellt nicht irgendwelche wagen Fakten. Was Julia Engelmann da in dem angesprochenen Video im Haar trägt, ist kein Femen-Blumenkranz, sonder eine „Ein-Euro-Shop Blumenkette“ die beim Open Air Sommer-Slam des Bremer Slammerfilets alle Künstlerinnen und auch Künstler um den Hals gehängt bekamen. Und das nur, weil’s eben Spaß macht.“

Lasst uns gemeinschaftlich eine Runde irgendwas hinterziehen. Das braucht man manchmal, um schwere Zeiten zu überstehen. Auf das wieder Bessere kommen.

RuhrPokal 2014 – Slam gewordene Hoffnung

Liebe Freunde der Hoffnung, ich habe etwas zu verkünden: es gibt sie noch! Also hier…Dings. Die Hoffnung.

Wen Yolo, Pisa, ein Blick vor die Tür und Facebook gelegentlich daran zweifeln lassen, ob unsere Jugen noch alle Tassen am Zaun hat oder ob gelegentlich mal die Latten im Schrank fehlen, darf hiermit zwar nicht vollends beruhigt, aber zumindest vom vorzeitgen Ergrauen durch zu viel Haare raufen abgehalten werden.

Am Sonntag fand das Finale des RuhrPokals 2014 im Bochumer Schauspielhaus statt. Anders, als bei gewöhnlichen Slams, traten hier lediglich die Jungpoeten bis 20 Jahre gegeneinander an. Zu gewinnen gab es neben einem außergewöhnlich hässlichen Pokal in Form zweier Beggipfel, auf denen jeweils ein Miniaturpoet rumlungerte, auch einen Startplatz für die diesjährigen deutschsprachigen U20-Meisterschaften.

Dazu aber später mehr. Denn im Vorfeld fand etwas statt, was man gemeinhin als Jugendarbeit bezeichnet. Den ganzen Januar über tingelten die unterschiedlichsten Poeten unter der Schirmherrschaft von „WortLautRuhr“, deren Aushängeschild kein geringerer als Sebastian23 ist, in aller Herrgottsfrühe durch Schulen des Ruhrgebiets und erzählten mal mehr mal weniger begeisterten Schülern einen vom Slam. Das ganze hatte natürlich – neben dem außergewöhnlichen Nervenkitzel für uns sonst so Ruhe liebenden Poeten – einen praktischen Zweck. Am 23. und 24.1.14 konnten die Jugendlichen kostenlose Workshop unter der Leitung der erfahrenen Poeten Sebastian23, Theresa Hahl und Tobi Katze in Bochum, Herne und Dortmund besuchen und wer Lust hatte, am Abend des 24. gleich auf die Vorrunden-Bühne zum RuhrPokal in den jeweiligen drei Workshop-Städten hüpfen, um sich für oben erwähntes Finale zu qualifizieren.

Was Frau Hahl und Herr 23 in Herne und Bochum so trieben, kann an dieser Stelle nur vermutet werden, also vermute ich mal kühn drauf los… Gutes. Was allerdings die Tage in Dortmund angeht, weiß ich mehr zu berichten und ich kann eins vorweg verraten: es gibt sie noch, die von Grund auf engagierten und herzensguten jungen Leute, die weder zwangship auf Moral pochen, noch zwangship auf Moral scheißen, sondern schlicht und ergreifend tolle Menschen sind, die mit jeder Faser Bock haben, die Welt ein Stückchen schöner zu machen.

Das Schicksal wollte es, dass ich mir eine brauchbare Kamera pumpen und mich damit unter der Pressetarnkappe ungestraft bei Workshop und Slam aufhalten durfte. Der erste Workshop-Tag in Dortmund unter der Leitung Tobi Katzes begann und endete… intensiv, da nur zwei der angekündigten Teilnehmer auftauchten. Wenn man was lernen will, gibt’s jedoch kaum was besseres, als den Fachmann quasi sein Eigen nennen zu können. Özge und Kira, die beide auch am nächsten Tag zur Vorrunde antreten sollten, schrieben, diskutierten und änderten mit ein paar Kniffen ihre Texte in Richtung knallhart guter Bühnenliteratur. Hier fiel mir schon zum erstem Mal die Kinnlade in’s Erdgeschoss, nachdem mir bewusst wurde, welche Themen die jungen Frauen beackern und welche Leidenschaft für „das Gute“ aus den Seiten sprühte.

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Tag zwei startete mit wesentlich mehr Teilnehmern, aber vorererst ohne die beiden Mädels vom Vortag. Hier wurde es für mich spannend. Ich kenne mich und meinen Geduldsfaden schon seit einer ganzen Weile, wie mögen uns nicht besonders und „Schulklasse“ ist verschämenderweise zugegeben ein Synonym für Schere. Doch mal wieder sollte ich diejenige sein, die überrascht wurde. Ein kulturell und sozial bunt gemischter Haufen Jugendlicher um die 17 Jahre inklusive Lehrergespann sammelt sich im Café des Fritz-Henßler-Hauses. Dank langfristigem Schulprojekt hatten die meisten Anwesenden bereits einen Bühnentext in petto und hey, ich vergesse auch ständig die wichtigsten Sachen zu Hause. Genaue Details des Workshops will ich an dieser Stelle nicht erläutern. Das wäre ja so, als würde ich die Geheime Zutat im Iglo Spinat verraten. Soviel sei aber gesagt, nach der Hälfte des Tages konnte jeder der Teilnehmer mit einem brauchbaren Text in die Performance-Arbeit gehen.

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Auch hier wieder dieses Knistern, dass da der eine oder andere junge Mensch einen Kopf auf den Schultern hat und sich neben Profilierungsversuchen durch Lautstärke gelegentlich auch mit etwas anderem beschäftigt, als der Kohle für die nächste Party. Großartige Teilnehmer, allesamt!

Auffällig und ein bisschen traurig ist für mich totzdem immer wieder, dass Gesellschafts- und Bildungsstrukturen es zulassen, dass junge, aufgeschlossene Mensche emotional und rein sprachlich nicht in der Lage sind, eine unbestimmte Gefühlsregung in Worte zu fassen, selbst wenn Deutsch die Mutterstprache ist. Hier zu kritisieren oder zu meckern, ist allerdings kaum gerechtfertigt und zumindest in diesem Kontext müßig, ich möchte es trotzdem nicht unerwähnt lassen. Und dann gibt es wieder DIE! Die spannenden, tollen, großartigen, begabten und so rührend reifen jungen Menschen, die allein auf einem Workshop auftauchen, still und trotzdem präsent im Raum schweben und dann plötzlich auf der Bühne den Mund aufmachen und die Zeit bleibt stehen. Beeindruckende Wesen, die Worte als Pinsel benutzen und Bilder malen. Häufig Traurige, oft viel zu Desillusionierte, aber trotzdem bezaubernd Klare und Lebendige. Und dann sitz man da, mit einem Buckel von unangemessenerweise zu viel Lebenserfahrung und möchte gerne sagen:“Alles wird gut. Hier bist du richtig, du wandelnde Kunst.“, und verkneift es sich, weil man das Gefühl hat, dass es einem nicht zusteht. Das sind Begegnungen, die zu kurz sind, um sie greifen zu können, die aber nie wieder in Vergessenheit geraten. So auch an diesem Tag auf einem schlichten Slam-Workshop.

Aber genug des misteriösen Worte, der Workshop neigte sich nach einer Intensivkur Permormance dem Ende zu und es fanden sich geschlagene neun mutige Teilnehmer – darunter auch einige aus dem Workshop – die sich am Abend auf die Bühne wagten.

Özge Fatima

Teils erst ein paar Stunden zuvor entstandene Texte traten samts den zum ersten Mal auf einer Slam-Bühne stehenden Poeten gegen erfahrenere U20 Slammer an. Ein wenig ärgerlich war es schon, dass die Werbung im Vorfeld leider so gut wie nicht exsistent war. Trotz allem war das Café mit gut 35 Leuten besetzt und die Stimmung kochte – nicht zuletzt dank Tobi Katze, der sich die Seele aus dem Leib moderierte, und den großartigen Slammern, die auf der Bühne über sich hinaus wuchsen – über. Das Sahnehäubchen hieß an diesem Abend Fee, ihres Zeichens die amtierende U20 Meisterin im Poetry Slam, die dem außergewöhnlich jungen Publikum als featured Artist zeigte, wo der Hammer hängt. Die drei Punktbesten dieser Vorrunde sollten also am Sonntag nach Bochum reisen, um sich dort mit den Siegern aus Herne und Bochum zu messen. Dortmund sendete mit knappem Punktvorsprung Fatima, Özge und Kira.

Tobi Katze Die goßartigen Poeten des Abends

Und damit schließt sich der Kreis. Sonntag fand also das Finale statt. Jason Bartsch, Lisa Schoeyn und Fatima Talalini stachen unter den 9 Finalisten heraus, denn diese drei Tummeln sich auch sonst regelmäßig auf den Slambühnen, was eindeutig spürbar war. Somit ist es also nicht verwunderlich, das Fatima und Jason klar in’s Final-Finale einzogen. Sven! nannte sich der Ditte im Bunde und bestach mit humorvoller Lyrik und unverholener Klugheit und Andersartigkeit. Özge und Kira erreichten das Finale leider nicht. Jason Bartsch gewann am Ende eindeutig und darf sich nun Ruhrmeister 2014 nennen. Gratulation dazu.

Was für mich allerdings viel wichtiger ist: alle 9 Poeten, die an diesem Abend – der übrigens von Sebastian23 und Theresa Hahl moderiert wurde – die Bühne betraten, hatten eine so bestechende, so ehrliche und so hoffnungsvolle Kraft und wirklich was zu sagen, was aus einer ernsthaften Überzeugung rührt, dass ich nur noch vor Freude quietschen konnte. Junge Mensche, denen nicht egal ist, was auf dieser Welt außerhalb ihres eigenen Kosmos’ geschieht. Junge Menschen, die kämpfen wollen, für Gerechtigkeit und Menschlichkeit. Junge Menschen, die ihren Humor und ihr (verzeiht mir diese Theatralik) Leuchten noch nicht verloren haben und das hoffentlich auch nie werden. Absolut wundervoll!

Ich bin überaus dankbar, dass ich an diesen drei Tagen teilhaben durfte und noch dankbarer, dass es so schöne Menschen unter uns gibt und letztendlich dafür, dass ich mich eines Besseren belehren lassen durfte. Es gibt sie noch, die Hoffnung.

Infos wie immer zum Schluss:

WortLautRuhr: http://www.wortlautruhr.de

Schauspielhaus Bochum: http://www.schauspielhausbochum.de

Sebastian23: http://www.sebastian23.com

Tobi Katze: http://derkatze.de

Theresa Hahl: http://www.theresahahl.de

DEW21 (in diesem Fall der Sponsor der Dortmunder Veranstaltungen und absolut bemerkenswert, wenn es darum geht, Kultur im Ruhrgebiet zu fördern):  http://www.dew21kultur.de

Fritz-Henßler-Haus: http://www.fhh.de

Damit endet ein emotionl geladener Beitrag und ich hoffe, ihr gebt die Hoffnung nie auf. Liebe!

Gewogen, gemessen und für viel zu groß befunden oder: Tobi Katze und Horst Schulze Entrum im Solo-Doppelpack

(Mal ausnahmsweise nicht gelesen, dafür geguckt. Ist ja beinahe so schön wie ein Buch. In diesem Falle genauso toll)

Es ist ja nicht so, dass man die selben Nasen im beschaulichen Ruhrpott nicht immer wieder sieht. Auf allen Bühnen, ob groß oder klein, tummelt sich eine mittelgroße Hand voll wunderbarer Künstler, die ich mir gerne auch bis zur Mitquatsch-Reife anschauen kann. Wirkliche Überraschungen erlebt man dabei allerdings kaum noch. Gelegentlich fühlt es sich so an, als hätte man den Lieblingsfilm schon lange nicht mehr gesehen und würde jedes noch so kleine Detail mit Spannung erwarten – natürlich passiert dann trotzdem nichts Neues. Der Vampir glitzert, der Gute kriegt das Mädchen, alle tot.

 Anders bei diesen beiden Herren. Horst Schulze Entrum und Tobi Katze betraten am Dienstag gemeinsam und doch jeder für sich im Rahmen der Veranstaltungsreihe Ekamina im großartigen Sissikingkong in Dortmund die Bühne und ich weiß nicht, was sie taten, aber sie taten es anders und besonders besonders und ich, mit der Einstellung, mich von einer netten, von grundauf soliden Show aus Kabarett und Bühnenliteratur einlullen lassen zu dürfen, wäre beinahe aus den Latschen gekippt, hätte ich nicht schon gemütlich auf dem Sofa gehockt. So musste es reichen, die Stinkstiefel unbemerkt in’s Bierglas des Sitznachbarn zu dippen. Irgendwas mit Metapher muss ja, also in diesem Fall kalte Füße für mein vorschnelles Urteil.

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Tobi Katze, der seit vielen Jahren auf Poetry Slams und Lesebühnen anzutreffen ist, eröffnete die 1 ½ Stunden währende Show. Was folgte war ein wahres Dauerfeuer an skurril-komischer Bühnenliteratur, dass aus dem prall gefüllten Sissikingkong eine sich kringlig lachende und gespannt lauschende Masse machte. Anders, als bei Slam Veranstaltungen, siedelte sich der Durchschnitt des Publikums in der weitläufigen Alterssparte 30-50 an und ich spekuliere mal mutig und behaupte, dass das der Auslöser für einen ebenso reiferen Auftritt war.  Hier galt es nicht, Erstsemester zu bespaßen und das schien ungeahnte und monumental großartige Qualitäten in Tobi Katze zu wecken. Katze las und spielte sich die Seele aus dem Leib und das Publikum (inklusive mir) dankte es mit Bauchschmerzen verursachendem Lachen und donnerndem Applaus.

Steht ein Künstler häufig mit seinem Soloprogramm auf der Bühne, stellt sich zwangsläufig irgendwann ein gewohnter Ablauf ein. Kommt man als Zuschauer in den Genuss – oder auch in die Verlegenheit – einer Show mehrfach beizuwohnen, wird man, wie anfangs erwähnt, über die Spannung des Lieblingsfilmes kaum mehr hinauskommen. An diesem Abend allerdings war alles anders. Herr Katze schmiss sein Konzept völlig über den Haufen und einige seiner Klassiker kurzerhand aus dem Programm und verwöhnte die Zuhörer und –schauer und Zuhörerinnen und –schauerinnen mit teils völlig neuem, teils lange verschollenem und zu guter letzt völlig für Slam-Auftritte ungeeignetem Material, das auf  einer Bühne, die dem Künstler genügend Raum lässt, zu völlig wahnsinnigen Größen erwuchs. Den Daurbrenner „Ute“, die brandneue Fortsetzung und zu meiner ganz persönlichen Freude auch wieder einen Happen Lyrik gab’s natürlich während Katzes Solo trotzdem zu hören.

 Nach guten 45 Minuten Spielzeit beraumten die Herren eine Pause an und der geneigte Zuschauer fragte sich völlig begeistert, was da jetzt noch kommen soll. Aber es kam etwas. Etwas Mächtiges. Es kam Horst Schulze Entrum.

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Dieser Mann, der, wie ich hiemit feierlich enthülle, einen Künstlernamen trägt, machte im zweiten Teil der Show so ziemlich alles platt, was Tobi Katze übrig gelassen hatte und nicht aus 3 Tonnen Stahlbeton bestand…und zündete es anschließend an. Bisher kannte ich Schulze Entrum nur von durchschnittlich erfolgreichen Slam-Auftritten und als übermäßig begabten Drehbuchautor. Jetzt erklärt sich auch, warum. Dieser Mann braucht Platz. Und zwar viel Platz.

Das spießige Alter-Ego Horst, das teils pedantisch wetternd hinter ein Keyboard geklemmt, teils gedankenverloren stotternd und sinnierend am Mikrophon stehend, Geschichten aus dem Leben eines absoluten Versagers erzählt, entfaltet die (in diesem Falle mehr als positiv gemeinte) Wirkung eines einzigartigen Autounfalls. Wegschauen unmöglich! Man stelle sich folgendes Szenario vor: Horst fährt mit einem Clown-Auto sachte gegen einen Stein, den ihm das Leben in den Weg geworfen hat. Während Schulze Entrum im Auto sitzen bleibt und sich über die Bösartigkeit des Lebens echauffiert, bricht rings um ihn her ein Sarkasmus staubender Kohleschacht in sich zusammen und Horst ist auf seiner Insel gefangen. So und nicht anders empfinde ich eine Show Horst Schulze Entrums. Das für einen Kabarettisten mit derartigem Wirkungsfeld in den 5 Minuten einer Slambühne einfach nicht genug Platz ist, muss nicht erklärt werden. Horst Schulze Entrum beschreibt brilliant, völlig verzweifelt und trotzdem von sich selbst überzeugt seine Kontrollzwänge, den scheiternden Versuch, sich der Damenwelt als Toaster zu verkaufen und die Konditionierung seiner Nichte, die hoffentlich irgendwann, wenn sein Leben dem Ende zugeht, den Stecker ziehen wird. Zwischenapplaus, ungehaltene Lachkrämpfe im Publikum und völlige Fassungslosigkeit ob des so sympathischen Widerlings auf der Bühne scheinen Schulze Entrum nicht im Ansatz zu stören und schüren eher das absurde Feuer seiner Erzählungen. Zusätzlich begleitet er sich gekonnt ungekonnt auf dem Keyboard. Dazu passend erzählt er dem den Lachtrännen nahen Publikum natürlich auch, woher er seine Fähigkeiten an den Tasten hat. Um der Kunst die Krone aufzusetzen, zündet sich Horst im „Zuge“ einer 70er Jahre Ruhrpott Geschichte auf der Bühne eine Zigarette an und tritt dem raucherfeindlichen NRW völlig unbedarft in die…äh…Kniekehle. Was soll man dazu noch sagen? Dieser Mann ist großartig! Ein bisher viel zu unbekannter Kabarettist, den ich gedanklich doppelt rot umkringeln werde.

 Rumfazitieren muss ich trotz der überschäumenden Begeisterung aber noch: diese beiden Männer brauchen Raum! Jeder einzeln und beide zusammen erst Recht. Haben sie den, passieren Wunder. Grandiose Texte in allen Farben des Humors schimmernd ergeben, gemischt mit Spuren der Verzweiflung und der schlichten Absurdität des Lebens, eine gnadenlos ehrliche und gnadenlos liebenswürdige Show mit Lachgarantie. Im Gegensatz zu vielen Bühnenkollegen kommt hier aber auch das Quäntchen Nachdenklichkeit nicht zu kurz.

 Wer hätte gedacht, dass diese beiden Herrschaften gemeinsam auf einer Bühne mehr als gut funktionieren und sich darüber hinaus auch noch in qualitativ ungeahnte Höhen katapultieren.

Gebt ihnen den Platz!

Zu guter letzt wie immer die praktischen Haushaltstipps, Kleinanzeigen und Infos zu den Künstlern, sowie das Horoskop der kommenden Woche:

 Horst Schulze Entrums brandneue Homepage (inkl. Videos): http://horst-schulze-entrum.de/

Tobi Katzes brandneu überarbeitete Homepage: http://www.derkatze.de/

Der Terminkalender der Ekamina Veranstaltungsreihe: http://www.ekamina.de/

 Bier trinken und Kultur? Sissikingkong!: http://www.sissikingkong.de/

Kurzer Geheimtipp aus der Klatsch und Tratsch Ecke: Tobi Katze hat ebenfalls im Sissikinkong eine Live-Show auf Tonspuren gebannt. Diese wird es im Laufe des Frühjahres als CD zum Erwerb anbieten, was sich schon alleine für Katzes unfassbar tiefe Stimme lohnt, geschwiege denn für die Texte. Feines Teil wird das. Tobi Katzes Buch „ROCKNROLLMITBUCHSTABEN“ (https://luisefrentzel.wordpress.com/2013/08/12/liebeserklarung-an-ein-buch-rocknrollmitbuchstaben-tobi-katze ) kann man auf der Homepage natürlich weiter direkt beim Autor kaufen oder ihm nach Shows am Bühnenrand eins aus dem Kreuz leiern.

Liebe Menschen, gebt der Kunst und den Künstlern jeglicher Form mehr Raum, indem ihr hingeht! Es lohnt sich…hart.

Bis demnächst, Freunde.

 

Yolo, Diggi!

Das Wundervolle an Hypes sind… Hypes. Alle machen’s, wissen leider auch nicht warum und schämen sich deshalb so sehr, dass man einfach mitmachen darf, ohne sich rechtfertigen zu müssen. Wer in der Welt, in der wir leben, noch behauptet, er hätte nichts vom „Protz Bischoff“, diversen Ski-Ausrutschern (haha…sorry), homosexuellen Fußballern und dem „Swag“ gehört, leugnet wahrscheinlich auch die Existenz der NSA und Facebooks und damit seine eigene. Besonders die Medienaffinen unter uns kommen schon beim checken der Mails nicht an den brandaktuellen Meldungen der Hypemaschine vorbei. Schlimm ist das eigentlich nicht, wenn nur nicht die wirklich wichtigen Geschehnisse der Welt völlig aus dem Fokus geraten würden und die Dringlichkeitspriorität der öffentlichen Aufmerksamkeit völlig gen Unterhaltung verschoben wären. Sobald „Angela Merkel“ im Titel der Online-Magazine und Printmedien erscheint, muss es ja Politik sein, denn wir wissen, dass sie auch mit dreifach gebrochenem Ohrläppchen noch was aus dem Bett und Bauch heraus entscheidet. Was sie da so vor sich hin entscheidet, ist nebensächlich. Entscheidungen müssen eh schon zu viele getroffen werden, da muss man sich nicht auch noch mit den Entscheidungen anderer behängen. Irgendwann is ja auch mal gut mit den Anstrengungen. Aber dazu später mehr.

Denn eigentlich soll es hier nicht um Kritik am Hype an sich gehen, denn genau auf diesen springe ich gerade quietschfidel auf, da auch ich als Social Network Tier nicht drum herum komme, mit Trends bombardiert zu werden und ich mich –  aus gegebenem Anlass aber schon etwas widerwillig – dazu entschieden habe, meiner Generation mal möglichst unvoreingenommen in’s Auge zu blicken. Das ist mir gründlich misslungen.

Ja, liebe Freunde, es geht im Folgenden um Julia Engelmann und das zur Zeit am häufigsten geklickte Slam Viedeo überhaupt. Julia Engelmann ist bremer Psychologiestudentin und hat das Glück und Pech zugleich, dass ein eifriger Journalist im Stern Online-Magazin ihren Auftritt beim „5. Bielefelder Hörsaal-Slam“ rezensierte. „Wer sich neben der üblichen Bild-Lektüre mal schlau fühlen möchte, liest Stern.“, hat meine Deutschlehrerin immer gesagt. Da kann Frau Engelmann nichts dafür, spricht aber für das, was gerade passiert: ein Hype. Die Leserschaft ist zahlreich, fähig, Inhalte, die über zwei Informationen in kurzen Abständen hinausgehen, sinnvoll zu verknüpfen und gewillt, sich unter dem Deckmäntelchen des Bedeutsamen manipulieren zu lassen. Auch da kann Julia Engelmann nichs dafür. Wofür sie allerdings was kann, ist der Text, den sie geschrieben hat. Damit ihr, wenn ihr bisher noch um dessen Konsum herumgekommen seid, wisst, worum es geht, hier das Artefakt, um das es sich handelt:

Vorweg: was man hier zu sehen bekommt, ist ein schöner, profesionell geschriebener und gut performter Text und Julia Engelmann hat das Schema „Publikumswirksamkeit als Gesamtpaket“ entweder von grundauf verstanden oder in die Wiege gelegt bekommen. Aus Sicht des Berufskünstlers ohne Frage gelungen und völlig gerechtfertig. Allerdings, und damit verlasse ich jetzt mal eisklat den Boden der Professionalität und werde Mensch und Zuschauer, bleibt Widerwille der Grundtenor meines Gefühls zu diesem Text.

„Boar krass, lass ma machen, Diggi!“, ist das, was mir Sekundenbruchteile nach dem letzten Wort durch den Kopf schießt. Das ist nicht weiter verwunderlich, denn genau darauf zielt dieser Text ab. Lasst uns nicht mehr Generation XY, Generation Praktikum oder Generation „ich verhungere vor’m McDonalds Schalter, weil es mehr als einen Burger gibt“ sein, brüllt einem dieser Text trotz melancholischem Vortrag beinahe entgegen. „Wir“, womit wohl die weitgefasste Generation der 16-35 jährigen der westlichen Gefielde dieser Welt gemeint ist, können uns nicht entscheiden, sind lethargisch, „machen nicht einfach mal“. Wir denken zu viel und kommen desshalb nicht voran und besonders nicht aus uns raus und sind dazu noch unfassbar faul. Soweit sogut, denn ganz unrecht hat Julia Engelmann damit nicht. Ein „zu viel“ kann einen Menschen, der das „zu wenig“ nicht kennt, ausbremsen, vor unmögliche Entscheidungen stellen und damit lethargische Angst auslösen, unter den unzähligen Möglichkeiten die Falsche zu wählen. Große Pläne scheitern an der schlichten Tatsache, dass man sie umsetzten müsste. Reden ist Silber, machen ist Komposterde…macht sich von selbst, wenn man nur genug auf einen Haufen schmeißt und wartet. Mit diesem Vorwurf an „unsere“ Generation gehe ich mit und geh sogar noch den Schritt weiter, ihn als dramatisch zu empfinden. Das wirklich Schockierende an dieser Erkenntnis ist, dass eine Generation, die diesen Lebensstil pflegt und sich dessen offenbar sehr bewusst ist (warum sonst ein solcher Hype um einen Text, der eigentlich ein Schuss vor den Bug sein sollte?), keinerlei Konsequenzen drohen. Zumindest nicht in greifbarer Zukunft, die sich heute nur noch auf das nächste Jahr zu beschränken scheint. Irgendwer wird’s schon richten und offenbar richtet’s tatsächlich jemand. Und genau an dieser Stelle meldet sich mein Widerwille. Denn den Schluss, den Julia Engelmann aus dieser sehr bildhaften Situationsanalyse zieht, lässt sich am einfachsten mit dem Wort „Yolo“ umschreiben. Für die, denen gerade die Fragezeichen auf die Stirn geschrieben stehen, ein kleiner Lehrfilm:

Was soll das? Nach einer derartigen Anklage an das „nichts tun“ einer gesamten Generation folgt „immer noch nichts tun, aber wenigstens Spaß haben, weil das Leben irgendwann vorbei ist“?  Nach der – in diesem Kontext fragwürdigen –  Feststellung, dass denken bremst und wir alle zu faul sind, nicht die Kurve dahin zu kriegen, dass man vielleicht auch mehr als eine Handlung vollführen kann? Zum Beispiel denken und handeln? Oder um noch weiter zu gehen: denken, handeln, beim Handeln nicht nur an sich denken und daran Spaß haben? Diese Art zu leben bezeichnet man gemeinhin als Altruismus und sowohl die eigene Erfahrung als auch die Wissenschaft dürften unabhängig davon, an welchem Ort dieser Welt man sich gerade befindet, einschlägig bewiesen haben, dass altruistische Menschen die Glücklicheren sind. Ich möchte es auf den Punkt bringen, ohne dabei zu böse zu klingen: eine solche Aussage, wie Julia Engelmann sie tätigt, kann nur von einem wohlbehüteten jungen Mädchen mit wenig Weitsicht kommen. Was tun: ja. Was tun, was nicht unmittelbar was mit uns selbst zu tun hat: häää?

Julia Engelmann schildert ein wirkliches Problem einer Gesellschaft. Wir sind ausschließlich mit uns selbst beschäftigt, mit den Fehlern die wir machen könnten, mit dem, was wir verpassen könnten, mit Konsequenzen, die wir nicht aushalten möchten, mit Entscheidungen, die wir nicht treffen wollen. Wir, wir, wir…bedeutet soviel wie ich, ich, ich. Ich möchte, dass ICH irgendwas möchte, aber bitte nicht das Falsche. Ihre Antwort darauf ist: immer noch nichts entscheiden, nicht wirklich was wollen, nichts riskieren und aushalten, nicht mal wirklich nicht an sich selbst denken, sondern so lange wach bleiben, bis es wieder hell wird. Dazu fällt mir nur eins ein: „Was geht’n Schwesti?“. Eine Generation an den Pranger stellen und sie dann, als Antwort auf die großen Fragen „unseres“ Lebens und um frei zu sein, auf das höchste Dach der Stadt schicken?

Ich möchte ja kein Spielverderber sein. Spaß und Freiheit und zwanglose Leichtigkeit im eigenen Leben sind wichtig und schön, aber sie sind ein Privileg und ein Problem daraus zu machen, ist schon beinahe dekadent. Wenn das größte Problem unserer Generation das ist, dass wir uns nicht aufraffen können, unser eigenes Dasein zu feiern, dann möchte ich mich hiermit klar entscheiden, nicht dazugehören zu wollen. Entscheiden und wollen in einer Handlung. Und darüber hab ich auch noch nachgedacht. Irre!

Um ein kurzes Fazit zu einer langen und sicher nicht massenkompartiblen Meinung zu ziehen: Poetry Slam ist Bühnenkunst. Kunst liegt im Auge des Betrachters. Auf dieser Ebene kein Einspruch meinerseits. Als Gesellschaftsanalyse völlig berechtigt und es steht außer Frage, dass an diesem Text als Kunst irgendwas falsch wäre. Der reine Inhalt allerdings, der von mir als Mensch der beschriebenen Generation aufgenommen und verwertet wird, lässt mich aus zwei Gründen erschaudern. Einerseits, weil dieser Text in Verbindung mit der Performance eindeutig Wirkung zeigt, sofern man ihn so schnelllebig und unaufmerksam konsumiert, wie alle anderen Hypes, die über einen hinwegfluten. Und damit verbunden die andere Seite, denn es schockiert mich zutiefst, dass die Menschen, unter denen ich lebe, offenbar nichts anderes zu tun haben, als darüber nachzudenken, ob sie sich selbst nun auf dem Hausdach um die Ecke oder im wilden Nachtleben feiern sollen und daran verzweifeln. Und damit schließt sich der Kreis. Hier geht es um einen Hype. Um den Hype, den wir um uns selbst machen und darauf so viel Energie verwenden, dass die wirklich wichtigen Dinge auf dieser Welt einfach nicht mehr entschieden werden können. Zumindest nicht von „uns“.

Ob Julia Engelmann wirklich beabsichtigt hat, „Ihre“ Generation so dar – und bloßzustellen, möchte ich mir zu beurteilen nicht anmaßen. Am Ende bleibt es Kunst und die polarisiert…weil sie’s kann.

„Lass uns alles tun, weil wir können und nicht müssen.“ (Julia Engelmann)

Der George Clooney unter den Slam Poeten Büchern oder: „Ich mag Regen – traurige Liebesgeschichten aus meinem Leben“ ( Marvin Ruppert )

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Da ist sie nun endlich! Die fundierte, völlig objektive und allgemeingültige Rezension zu Marvin Rupperts Erstling „Ich mag Regen“. Das Titelbild erklärt die Reihenfolge der Rezensionen, denn wie es der Zufall wollte, kaufte ich zwei erwähnungswürdige Bücher an einem Abend. Nun also mit Euphorie: Ruppert.

Marvin Ruppert ist Poetry Slammer, studierter Psychologe, lebt im traumhaft schönen Studentenmekka Marburg und hat sich spätestens mit diesem Buch aufgemacht, die Mädchen- und Frauenherzen zum wild vor sich hin schmelzen und die Jungs- und Männerherzen zum insgeheimen neidisch sein zu bringen. Live ein Herzensbrecher, im Buch noch viel mehr.

Man sagt mir ja vieles nach – sensibel zu sein, gehört nicht dazu. Dass das völliger Unsinn ist, weiß ich schon, so lange ich mich kenne. Seit ich dieses Büchlein in die Finger bekommen habe, weiß es aber auch die gesamte Besatzung des Wagens 6 des ICE 612 von Frankfurt nach Dortmund, in dem ich begann, „Ich mag Regen“ zum ersten und nicht zum letzten Mal zu lesen. Unterdrücktes Kichern, freudiges Jappsen und romantisch-verklärtes Hachen ließ vermuten, dass ich entweder „das gute Zeug“ in die Finger bekommen habe, oder „Pretty Women“ schaue…oder eben Marvin Ruppert lese.

18 viel zu kurze „Kurze“ gibt’s in diesem Buch zu beschmachten. Prosa in Reinform. Magisch daran ist, dass der letzte Text „Woyzeck 2k13“ auf Seite 95 endet, das Buch aber (Trommelwirbel) 103 Seiten hat. Da wird sich doch nicht etwa ein liebevolles Detail wie ein versteckter Bonustext eingeschlichen haben? Genau das.

Und genauso liebevoll gestaltet sich auch der Rest. Im allerallerallerwahrsten Sinne des Wortes. Liebe in allen Farben und Formen ist das Hauptthema und wie die Liebe nun mal ist, wird sie auch nach dem hundertsten Mal nicht langweilig und sieht mit Sicherheit niemals gleich aus – besonderst, wenn sie enttäuscht wird. Deshalb geht es hier auch nur am Rande um andere Dinge, wie den urkomischen und pedantischen Drang, ein minimal schief hängendes Poster mit dem eleminieren der kompletten Einrichtung zu kompensieren und die erstaunliche Anwendungsvielfalt des „Pawlowschen Reflexes“. Der alltägliche Wahnsinn. Trotzdem – oder vielleicht gerade deswegen – findet sich wunderbar gewitz und leicht und gleichzeitig immer ein bisschen schwermütig-sehnsüchtig zwischen Stoffleoparden und Heuschnupfen, ziellosen Zugfahrten und Stricknadeln die Liebe, den Ruppert hat eins meisterhaft erkannt: Liebe ist überall.

Was dieses kleine Buch allerdings so besonders macht, ist Rupperts Fähigkeit, Kitsch nicht kitschig aussehen zu lassen. Ich würd sogar soweit gehen, die Phrase „zeitlos romantisch“ zu bemühen. Wenn man mal vorraussetzt, dass Marvin Ruppert der Marvin Ruppert des Buches ist und ich die Fleisch gewordene Sehnsucht nach einem Leben in Independent-Filmen zum schmachten mit Stil, Humor, Fingespitzengefühl und einer Botschaft, müsste ich mich augenblicklich in ihn und jedes einzelne Wort verlieben. Kein Buch hat es bisher geschafft, die Romantikerin in mir in einen regelrechten Knebelgriff zu nehmen und mich das auch noch toll finden zu lassen.

Gleichzeitig zeichnet Ruppert ein zeitgemäß passendes Männerbild, dass dem gängigen Klische des „weichgespülten Mannes“ entspricht, verträumt und alternativ durch den Tag stolpert und eigentlich auch nur Tee trinken, ein bisschen verrückt sein und geliebt werden will. Für gewöhnlich würge ich an dieser Stelle angewiedert. Anders bei diesem Buch. Ich weiß nicht, wie er es macht, aber dieser ursympathische Marvin, der hier durch die Seiten tollt, ist ein „echter Kerl“ und ein Romantiker zugleich, insofern sich das jemals ausgeschlossen hat. Man kauft es ihm ab, dass er wirklich wirklich wirklich Metal hört und dabei Kuchen backt. Und das ist gut so.

Marvin Ruppert schafft es, dass selbst die banalsten Dinge einzigartig werden. Wenn Bücher Ohrwürmer erzeugen können, dann wimmelt es in diesem nur so davon. Mein Liebster ist und bleibt das Wort „Ruppern“. Gäbe es einen Wikipedia Eintrag dazu, würde er wohl folgendermaßen lauten:

„Ruppern: In Marburg bei Sonnenschein an der Lahn sitzen und stricken.“

Großartig!!!

Zum Abschluss möchte ich noch meine Textempfehlung aussprechen: ALLE!

Und ganz zum Schluss wage ich einen Vergleich, der eigentlich das haarsträubendste Klischee von allen ist, aber an dieser Stelle nichts besser passen könnte. Wenn George Clooney der zeitlose Schwarm des weiblichen Geschlechts zwischen 14 und 80 Jahren ist, ist „Ich mag Regen“ das Buch gewordene Äquivalent.

„Ich mag Regen“ erschien erstmals im Eigenverlag.

Die überarbeitete Neuauflage erscheint nun am 23.1.14 im Satyr Verlag (http://satyr-verlag.de).

Dort, im Buchladen des Vertrauens oder autorenfreundlich bei Amazon (http://www.amazon.de/gp/product/3944035313/ref=as_li_qf_sp_asin_il_tl?ie=UTF8&camp=1638&creative=6742&creativeASIN=3944035313&linkCode=as2&tag=marvinruppert-21 ) kann es bereits für 8,90 Euro vorbestellt werden, oder aber bei einem der zahlreichen Live-Auftritte direkt beim Autor gekauft werden. Da kann man ihm wenigstens gleich verliebt in die Augen gucken.

Infos zu Marvin Ruppert, dem Buch, Live-Terminen und Sonstigem gibt’s unter: http://hallomarvin.wordpress.com/

Ich für meinen Teil geh jetzt mal schmachten. Euch viel Spaß beim Lesen.